Logo: Chronos Thaur - Verein für Dorfgeschichte

Unsere Aktivitäten über die Jahre

Was macht, was unternimmt CHRONOS? Suchen, sammeln, ordnen und archivieren:
dies waren zweifellos die Schwerpunkte unserer Arbeit in den ersten Jahren unseres Bestehens. Diese Aufgaben werden uns auch weiterhin begleiten, auch wenn sich der Aufwand angesichts des bereits recht umfangreichen Bestandes zweifellos verringern wird. Dem Vereinsziel entsprechend organisieren wir aber auch Ausstellungen, Wanderungen und Kulturfahrten, um dem allgemein wachsenden Interesse an der Regionalgeschichte zu entsprechen. Hier ein Blick zurück auf unsere vergangenen Aktivitäten.

Baustoffrecycling für die Trockenmauer beim Schloss-Stüberl

Bei der Beseitigung der Brandruine wurde ersichtlich in welchem Umfang schon damals Baustoffrecycling betrieben wurde. Die Grundmauern der Einsiedelei wurden mit prächtigen Bausteinen von der Burg errichtet. Sie wurden von Franz Brunner umgehend zur Errichtung der Trockenmauer als Abschluss der Terrasse neuerlich recycelt.

Vom römischen Vorgängerbau zum Schloss-Stüberl.

Nach der Beseitigung der Brandruine neben dem Romedikirchl tauchte wenig überraschend am Hang ein schwer zu deutender archäologischer Befund mit einer mächtigen Brandschicht auf. Die C14-Untersuchung der Asche brachte ein verblüffendes Ergebnis. Das Holz für jenes Gebäude wurde um 350 n. Chr., also noch zur Römerzeit, geschlägert. Vermutlich drei Bauphasen zeichnen sich ab. Genauere Aussagen erwarten wir von den Grabungen im Frühjahr.

Um 1778 wurde auf der anderen Seite des Weges die  – angeblich „wenig gefällige“ – Kirche des Dekan Mehringer abgerissen und das heutige Romedikirchl im Renaissancestil gebaut. Die einstige Einsiedelei stand zuvor als Zubau direkt neben der Kirche. Nach deren Abriss wurde 1783, dort wo das künftige Schloss-Stüberl entstehen wird, das Gelände abgetragen und von der Familie Sternbach die neue Einsiedelei errichtet. In dieser Zeit dürfte auch der größere Teil des spätantiken Gebäudes abgetragen worden sein.

Ausflug nach Trient und Lusern

Wer erinnert sich noch an den tollen Ausflug ins westliche Trentino, in die Judikarien. Nun, diesmal fuhren wir zuerst ins Zentrum - nach Trient. Aus der Fülle an Sehenswürdigkeiten wurden uns viele Leckerbissen dieser alten Bischofsstadt präsentiert. Gestärkt mit gutem Essen und etwas Wein ging es dann weiter nach Lusern, der bekanntesten deutschen Sprachinsel in Italien. Hier wird bis heute noch das Zimbrische, ein südbairischer Dialekt gepflegt. Alt-Bürgermeister Nicolussi begrüßte uns noch zum Abendessen und führte uns am nächsten Tag durch die Gemeinde und das hochinteressante Dokumentationszentrum. Danach ging‘s hinaus zum exponierten „Werk Gschwendt“, einer der noch bestens erhaltenen Festungen an der Italienfront aus dem Ersten Weltkrieg.

Tag des Denkmals

Mit gleich zwei Programmpunkten war Thaur diesmal am „Tag des Denkmals beteiligt“. Unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs!“ wurden mit dem Fahrrad die 15 Rosenkranzstationen an der Bundesstraße von Mühlau bis Maria Loreto abgefahren und deren wechselhafte Geschichte erklärt. Weiters begleiteten wir ca. 70 Besucher vom Almparkplatz über den Mataunweg hinauf zur Köllenburg und weiter zum Kiechlberg. Am Weg entlang erläuterten Franz, Harald und Hugo so manches leicht zu übersehende Detail. Am Kiechlberg gab Harald Stadler dann einen tieferen Einblick in die noch recht rätselhafte Geschichte dieser frühesten Burganlage Tirols.

Sanierung des Kammertors am Kiechlberg

Die ehemalige Burganlage am Kiechlberg aus dem 10. Jahrhundert zählt zu den absoluten Highlights der Burgenforschung in Tirol. Seit Jahren legen Studenten des Instituts für Archäologien Schritt für Schritt die noch spärlich erhaltenen Grundmauern frei. Heuer wurden vom Verein Chronos die beeindruckenden Reste des einstigen Kammertors mustergültig saniert und ein neuer Zugangssteig angelegt.